Weltcup 1+2 in Treignac (FRA)

Durchzogener Start in die Weltcupserie für das Schweizer Team

Reto Schläppi

 

Zum Auftakt der Weltcuprennen auf der Vezere in Treignac (FRA) war nur ein kleines Schweizer Team am Start. Die Teamleaderin und Europameisterin, Melanie Mathys, konnte nach dem Sieg im ECA-Cup (Europacup) auf der Sprintstrecke in Seo d'Urgell (ESP) vor einer Woche, nicht wie die anderen Nationen ein paar hundert Kilometer nordwärts fahren und sich in Ruhe auf der schwierigen Weltcupstrecke auf der Vezere vorbereiten. Sie musste zurück in die Schweiz reisen, um eine Abschlussprüfung an der UNI zu schreiben und konnte erst am Abend vor dem ersten Weltcuprennen wieder in Treignac sein. Die Absicht vom Melanie Mathys war eigentlich, am Samstag über die klassische Distanz am Start zu stehen. Da die Strecke auf der Vezere aber sehr schwierig war und zahlreiche Nationen beim Training unter der Woche grosse Schwierigkeiten bekundeten, verzichtete Melanie Mathys in Absprache mit dem Schweizer Trainerteam, auf einen Start im ersten Weltcuprennen und konzentrierte sich auf das Sprintrennen vom Sonntag.
Auch beim Sprintrennen bekundete Melanie Mathys in der Qualifikation noch Schwierigkeiten mit der Strecke, schaffte aber als Fünfte gerade noch die direkte Finalqualifikation. Im Finallauf lief es ihr aber dann deutlich besser und sie musste sich nur der Sprint-Europameisterin Mathilde Rosa (ITA) geschlagen geben. Dritte wurde die Französin Lise Vinet.
Besser erging es dem Nidwaldner Nachwuchsfahrer Jonah Müller. Der erst siebzehnjährige Kanadierfahrer fand sich mit der Strecke recht gut zurecht und konnte sich bei den Elitefahreren behaupten. Im klassischen Rennen wurde er Neunter und im Sprint belegte Jonah Müller Rang Zehn.
Auch Leano Meier, der zwar direkt vom ECA-Cup aus Spanien anreisen konnte, bekundete mit der Strecke im Training grosse Schwierigkeiten. Der spezielle Charakter der Vezere mit dem braunen Moorwasser ist für viele Fahrer ungewohnt. Aufgrund des Moorwassers sieht man die Steine im Fluss oft sehr spät oder gar nicht und dies führt zu Kollisionen und damit Schäden am Boot. Viele Trainingsfahrten sind nötig, um die richtige Line fahren zu können. Auch Leano Meier musste Lehrgeld zahlen und sein Boot flicken. Er verzichtete daher auf einen Start im klassischen Rennen vom Samstag. Im Sprint startete er, wurde aber mit Rang 28 klar unter seinem Wert geschlagen.

 

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