Schweizermeisterschaften Kanu auf der Engelbergeraa

Erfolgreiches Team der Solothurner Kajakfahrer

Reto Schläppi

Am vergangenen Wochenende wurden in Dallenwil (NW) die Schweizermeisterschaften Kanu über die klassische und Sprintdistanz ausgetragen. Vor allem das Elite-Team des Kanu-Leistungszentrums Solothurn konnte sich hervorragend in Szene setzen und holte sich sowohl in den Einzelbewerben, als auch im Team die meisten der Elite-Schweizermeister-Titel. Die klare Favoritin, Melanie Mathys, zeigte drei Wochen vor den Heim-Weltmeisterschaften auf der Muota, dass ihre Formkurve stimmt und verteidigte am Samstag ihren Titel vom letzten Jahr über die lange Distanz und auch im Sprintbewerb vom Sonntag konnten sie ihre Nationalmannschaftskolleginnen nicht ernsthaft gefährden. Die Solothurner Wirtschaftsstudentin ist damit auf Kurs mit ihrem Ziel, einer Medaille an den Kanu-Weltmeisterschaften. An den int. Selektionen vor zwei Wochen auf der WM-Streckebewies Mathys auch, dass sie sich gegen die ausländische Konkurrenz  durchsetzen kann und holte sich drei von vier möglichen Siegen am Selektionswochenende.



Auch Nico Meier konnte im klassischen Rennen  seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Leider fehlte sein härtester Konkurrent, der Luzerner Linus Bolzern wegen einem Auslandstart. Die Rolle des Favoritenjägers übernahm dafür der Solothurner Juniorenfahrer Robin Häfeli, der ein hervorragendes Rennen zeigte und nach acht Minuten Fahrzeit nur gerade zwei Sekunden auf den Sieger verlor. Für den totalen Solothurner Triumph sorgte Leano Meier, der als Dritter das rein solothurnische Podest komplettierte.
Eine Überraschung gab es dafür am Sonntag bei den Sprintrennen. Nicht einer der drei favorisierten Solothurner  holte sich den Titel im Sprint, sondern überraschend der Nidwaldner Alistair Smorthit, der sich auf seiner Heimstrecke mit einem minimalen Vorsprung von einer Zehntelssekunde gegen Nico Meier durchsetzen konnte. Smorthit ist durchaus kein Unbekannter; er holte sich an den Junioren-Weltmeisterschaften 2013 eine Bronzemedaille, ist aber aufgrund eines Auslandstudiums bereits seit einiger Zeit kein Kadermitglied mehr. Vielleicht war auch ein anderer Vorteil auf seiner Seite. Während Nico Meier und Robin Häfeli direkt aus dem Trainingslager aus Tenero an den Wettkampf reisten, schonte sich Alistair Smorthit auch im klassischen Rennen und ging nur im Sprint an den Start. Diese Rechnung ging offensichtlich auf. Auch Robin Häfeli schaffte erneut den Sprung aufs Podest.

Bei den Nachwuchskategorien musste das Solothurner Team allerdings etwas Lehrgeld zahlen. Der einheimische Kanu-Klub Nidwalden bewies, dass seine Nachwuchsleute diese Rennstrecke vom Training her bestens kennen und holte sich fast alle Nachwuchstitel. Schade war, dass der junge Solothurner Basil Jenni, der bei den Jugendfahrern um einen Podestplatz mitkämpfen wollte, sich am Vortag in einem Lager so unglücklich verletzt, dass er kurzfristig auf den Start verzichten musste.


Die Nationalmannschaftsmitglieder des Kanu-Leistungszentrums (von r: Leano Meier, Melanie Mathys, Nico Meier,Robin Häfeli, Kristin Amstutz -Trainerin KLZ-SO, Basil Jenni)
 

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