Melanie Mathys hat fast alles gewonnen – nur die Titel bei der Elite fehlen ihr noch!

von Fabio Baranzini — az Solothurner Zeitung

Melanie Mathys an den Europameisterschaften im Sprint.

Melanie Mathys sichert sich zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup in der Wildwasserabfahrt. In dieser nicht-olympischen Disziplin hat die 23-jährige Solothurnerin praktisch alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt

Die Aare rund um Solothurn kennt Melanie Mathys in- und auswendig. Sieben bis acht Mal pro Woche sitzt sie in ihrem 4,5 Meter langen und 10 Kilogramm schweren Kanu und paddelt die Aare hoch und runter. Bis zu elf Kilometer legt sie dabei in einer Stunde zurück.

Seit Anfang Jahr wird sie im Rahmen der Trainings des neu gegründeten Stützpunkts von einigen weiteren Athleten und Trainerin Kristin Amstutz-Schläppi begleitet. Zuvor hatte Mathys, die zusätzlich zu den Trainings auf dem Wasser auch noch fünf bis sechs Kraft- und Konditionseinheiten pro Woche bestreitet, ihre Trainingskilometer zumeist alleine zurückgelegt.

Obwohl Melanie Mathys fast ausschliesslich auf dem ruhigen Gewässer der Aare trainiert, ist die Wildwasserabfahrt ihre Spezialdisziplin. In dieser nicht-olympischen Konkurrenz hat sie trotz ihrer erst 23 Jahre schon fast alles gewonnen, was man gewinnen kann. 20 EM- und WM-Medaillen hat sie bei den Junioren und der Elite gesammelt und sowohl im letzten, als auch in diesem Jahr den Gesamtweltcup gewonnen.

Die 23-jährige Kanutin Melanie Mathys aus Solothurn trainiert pro Woche sieben bis acht Mal auf dem Wasser.

Die 23-jährige Kanutin Melanie Mathys aus Solothurn trainiert pro Woche sieben bis acht Mal auf dem Wasser.

Die einzigen Lücken im beeindruckenden Palmarès von Melanie Mathys sind der EM- und der WM-Titel bei der Elite. WM-Gold strebt sie im nächsten Jahr an, wenn die Titelkämpfe in der Schweiz stattfinden.

 

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