Bronzemedaille für die Solothurnerin Melanie Mathys im Sprintbewerb an den Kanu-Weltmeisterschaften in Banja Luka (Bos)

Reto Schläppi

Nach der Enttäuschung über den siebten Rang im klassischen Rennen vom Donnerstag, schaffte die Solothurnerin Melanie Mathys doch noch den Sprung auf das Podest. Im Sprintfinale an den Kanu-Weltmeisterschaften im bosnischen Banja Luka holte sie sich in einem Rennen der knappen Abstände die Bronzemedaille.

Nach einer souveränen Finalqualifikation, die Mathys bereits im ersten Qualilauf am Nachmittag mit der drittbesten Zeit schaffte, konnte sie sich in Ruhe auf die speziellen Bedingungen des Sprintfinals vorbereiten. Der Finallauf wurde zu einer für Kanuten ungewohnten Zeit, nämlich am späten Abend und unter Flutlichtbedingungen durchgeführt. Um dies spezielle Situation gut trainieren zu können, reiste das Schweizer Team extra früher an, da nur zwei Trainingsfenster mit Flutlicht angeboten wurden. Die eh schon unberechenbare Sprintstrecke auf dem Fluss Vrbas verlangte unter Kunstlicht eine andere Fahrweise und die Umstellung ist für Athleten, die die Strecke vorwiegend aus den Trainingsfahrten während dem Tag kennen, teilweise schwierig.
Im Final der besten Zwölf legte die Britin Hannah Brown schon früh eine Top-Zeit hin. Auch Melanie Mathys konnte sich gegenüber der Qualifikation noch einmal steigern, kam nahe an die an die Bestzeit, konnte aber die Sprint-Weltmeisterin von 2013 nicht bezwingen. Auch die Französin Manon Hostens schob sich noch auf den zweiten Rang vor. Jetzt musste Melanie um ihren Medaillenplatz zittern, denn am Start war noch die zweifache Sprintweltmeisterin und grosse Favoritin, die Italienerin Constanza Bonaccorsi. Ihr gelang aber keine optimale Fahrt und sie verpasste das Podest um nur sieben Hundertstelssekunden. 
Bei diesen minimalen Zeitabständen entschieden kleinste Fehler oder minimale Abweichungen von der Idealroute über Sieg oder Niederlage. Auch der Solothurnerin unterliefen kleine Fehler und sie erwischte die Zieleinfahrt nicht optimal. Trotzdem war Mathys mit ihrer Leitung sehr zufrieden. Sie  holte sich nach der Silbermedaille 2013 damit eine weitere Medaille an einer Sprint-WM.

Auch die Bruggerin Sabine Eichenberger erreichte an der WM in Banja Luka im C1 erneut ein Top-Resultat. Im Sprintbewerb konnte sie sich gegenüber der Qualifikation noch einmal klar steigern und erreichte den vierten Schlussrang. Nur gerade winzige 7 Hundertstelssekunden trennten sie von einer weiteren Medaille. Nach dem Medaillengewinn über die klassische Distanz war sie in der eher ungeliebten Sprintdisziplin noch einmal in Medaillennähe! Eine Top-Leistung der Bruggerin, die mit ihrer WM Medaille 2016 über die klassische Distanz weiterhin die erfolgreichste Kanutin des SKV bleiben wird!

Der Solothurner Nico Meier verpasste die Qualifikation für den Sprintfinale. Sein Trainingsrückstand nach der Verletzung im Frühling war offenbar doch eine zu grosse Hypothek um die überraschende Finalqualifikation an der Sprint-EM im letzten Jahr am selben Ort wiederholen zu können. Er wird sich jetzt auf die kommenden Grossereignisse im eigenen Land (Weltcup 2017 und WM 2018) konzentriert vorbereiten.

 

 

 

 

 

Bronzemedaille für die Bruggerin zum Auftakt der WM in Banja Luka

 
Sabine Eichenberger holt sich nach der Silbermedaille an der WM vor zwei Jahren erneut eine Medaille im Einerkanadier im klassischen Rennen über die lange Distanz. Sie wird hinter den beiden Tschechinnen Paloudova und Satkova Dritte, kann sich aber gegen die restliche starke Konkurrenz durchsetzen. Der WM-Fluss Vrbas liegt Sabine Eichenberger. Bereits an der EM in Banja Luka vor einem Jahr schaffte sie es aufs Podest. Um sich optimal auf den Einsatz im Einerkanadier vorzubereiten, hat sie sogar trotz Medaillenchancen, auf den Doppelstart im Kajak verzichtet.
Die Solothurnerin Melanie Mathys wird ausgezeichnete Siebte, ist aber mit ihrem Rennen nicht zufrieden. Es fehlten ihr nur wenige Sekunden für einen Medaillenplatz.
Zufrieden mit seinem Resultat ist Nico Meier, der Rang 22 belegte. Im sehr stark besetzten Teilnehmerfeld von über 60 Startenden, schaffte er zwar sein angestrebtes Ziel der Top Zwanzig nicht ganz, der Rückstand hielt sich aber in Grenzen. Er musste ja noch vor einigen Wochen wegen seiner Sprungelenkverletzung eine längere Zwangspause einlegen und kann erst seit ein paar Wochen wieder normal trainieren.
Der Sempacher Fabio Gretener wurde bei den Einerkanadiern Sechzehnter.

Website WM Banja Luka:http://canoebanjaluka.com/index.php

Programm:http://canoebanjaluka.com/index.php/schedule


 

 

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