Die Solothurnerin Melanie Mathys schloss ihre international sehr erfolgreiche Saison, in der sie Bronze im Weltmeisterschafts-Sprint und sogar den Gesamtweltcup 2016 gewinnen konnte, mit dem Titel als Schweizermeisterin über die klassische Distanz ab. Bereits im Frühling gelang ihr auf dem Ticino bei Bellinzona der Sieg im Sprint und somit wurde sie erstmals seit sie in der Eliteklasse startet Doppelschweizermeisterin.

Für Nico Meier wurde es der zweite Sieg an Schweizermeisterschaften in diesem Jahr. Seine Saison wurde mit Verletzungspech getrübt – gleich zwei Mal, Mitte März und Ende Juli, musste er für sechs Wochen das Bein im Gips tragen. Immerhin konnte er sich mit Kraft- und Ergometertraining beide Male fit halten, trotzdem galt das letzte grosse Rennen der Abfahrtskanuten für ihn eher als Auftakt für die Saison 2017. Da möchte er, hoffentlich ohne Zwischenfälle erwähnter Art, den Anschluss an die Top Ten im internationalen Zirkus schaffen und an den U23-Weltmeisterschaften im vorderen Bereich der Rangliste mitmischen.

Die beiden Solothurner Spitzenfahrer sind vielen Nachwuchskanuten in der Schweiz ein Vorbild. Dies zeigt sich auch an den Erfolgen im eigenen Klub: fast in allen Kategorien der Nachwuchsfahrer konnten sich Solothurner Kajakfahrer auf dem Podest platzieren. Unter anderem ging ein weiterer Titel an die Jugendfahrerin (U16) Evelyn Merklin aus Langendorf. Sie profitierte davon, dass die Buochserin Hannah Müller, die diese Saison die Kategorie klar dominiert hatte, am gleichen Wochenende an den Olympic Hopes im Regattaboot an den Start ging und damit die Schweizermeisterschaften verpasste.

Nicht nur Meier schaut nach vorn, die ganze Schweizer Abfahrtsszene kam in den Genuss eines Ausblicks auf die Saison 2017 und 2018: Der Nationaltrainer Marcel Eichenberger (Bern) machte am Rennen Lust auf internationale Wettkampfluft. Der Schweizerische Kanuverband hat nämlich den Zuschlag für die Austragung der Wildwasser-Abfahrts-Weltmeisterschaften 2018 bekommen und wird diese Rennen auf der attraktiven Strecke im Muotathal ausrichten. Schon nächstes Jahr dürfen die besten Schweizer Paddler ihr Können den einheimischen Zuschauern auf der Muota anlässlich zweier Weltcuprennen zeigen.