Junioren- und U23-Weltmeisterschaften Kanu in Bryson City, USA

Bronzemedaille für Melanie Mathys
Nico Meier unter den Top Ten.

Reto Schläppi

Zum Auftakt der Jun-/U23-Weltmeisterschaften in Amerika erkämpfte sich die Solothurnerin Melanie Mathys hinter der Tschechin Novak und der Französin Hostens die Bronzemedaille über die klassische Distanz. In der Nacht auf Mittwoch konnte sie auf dem Nantahala-River in North Carolina ihrer Sammlung eine weitere Medaille eines Grossanlasses hinzufügen. Trotz des Erfolges waren sowohl Melanie Mathys, als auch die Nationaltrainerin Kristin Amstutz sehr verärgert über den Rennmodus.

Da Mathys in diesem Jahr wegen Uniprüfungen die Europameisterschaften auslassen musste und im vergangenen Jahr wegen ihres Engagements im Regattabereich keine int. Wildwasserwettkämpfe bestritten hatte, verlor sie in der Weltrangliste viele Plätze und wurde bei der U23-WM nicht in die Startgruppe der schnellen Fahrerinnen am Schluss der Kategorie eingeteilt. Dies alleine wäre eigentlich kein Problem gewesen, aber der Umstand, dass der Organisator das Startintervall auf dreissig Sekunden verkürzte um den Zuschauern mehr Spektakel bieten zu können, führte dazu, dass die Solothurnerin auf der vier Kilometer langen Strecke insgesamt vier vor ihre gestartete Konkurrentinnen überholen musste. Diese Überholmanöver haben jeweils einen Zeitverlust zur Folge, da die Ideallinie verlassen werden muss oder je nach Streckenabschnitt sogar kurz hinter der aufgeholten Fahrerin gewartet werden muss, bevor zum Überholen angesetzt werden kann. Die Solothurner Nationaltrainerin fand keine lobenden Worte für diesen Rennmodus und fand vor allem störend, dass die Siegerin, die Tschechin Ajda Novak auf Startposition Eins gesetzt wurde und so frei Bahn hatte. Sie wollte sich aber nicht darauf festlegen, ob mit einer besseren Startposition gar ein noch besseres Resultat möglich gewesen wäre.

 


Sehr zufrieden mit seinen U23-Top-Ten Klassierung war Nico Meier. Der Sportklassenschüler konnte mit seinem neunten Rang seine eigenen Zielsetzungen klar erfüllen und klassierte sich im hochkarätigen Feld unter den Topfahrern. Das Rennen wurde vom Deutschen Marcel Paufler gewonnen. Sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren war das Teilnehmerfeld hochkarätig und viele der Wettkämpfer haben auch bereits an Eliteanlässen einen Medaillenplatz erreicht.
Das Schweizer Juniorenteam bestritt seine Rennen bereits am frühen Morgen. Zum Auftakt der Weltmeisterschaften kamen die Junioren aber noch nicht auf Touren. Der vierte Rang des Kanadierduos Samuel Müller / Benjamin Müller (Buochs) und der achte Platz bei den Juniorinnen durch Flavia Zimmermann (Buochs) waren die herausragenden Resultate. Enttäuscht war der Luzerner Linus Bolzern, der nach seinen tollen Saisonergebnissen einen Top-Platz erwartet hatte. Er musste sich mit Rang 15 zufrieden gaben. Auch der Solothurner Juniorenfahrer Julius Oswald musste bei seinem ersten Rennen an einer Weltmeisterschaft Lehrgeld bezahlen und konnte sich nicht wie erwartet klassieren. Er wurde 24., hat aber Donnerstag im Sprintrennen noch eine weitere Chance, sich unter den besten Zwanzig klassieren zu können.

 

Das Swiss Team.

 

Das Solothurner Team: Julius, Kristin, Melanie und Nico. Es fehlt Thijs.

 

 

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