Schweizermeisterschaften Wildwasserabfahrt in Buochs

Reto Schläppi

Nico Meier, neuer Schweizermeister 2015 WW klassisch. Wir gratulieren recht herzlich.

Nico Meier ist Doppel-Schweizermeister
An den Schweizermeisterschaften in der Wildwasserabfahrt über die klassische Distanz vom Wochenende in Buochs stand der Solothurner Sportklassenschüler Nico Meier gleich zwei Mal zuoberst auf dem Podest. Zuerst konnte er sich gegen seine Nationalmannschaftskollegen im Einzelrennen klar durchsetzen und holte sich seinen ersten Schweizermeistertitel bei den Elite, danach doppelte er mit dem Solothurner Team im Mannschaftsrennen nach. Leider reichte es nicht auch noch zum Tagesssieg, der Belgier Bram Sikkens konnte sich noch ganz knapp vor Nico Meier klassieren. Bei den Damen war einmal mehr war die Seriensiegerin Sabine Eichenberger (Brugg) das Mass aller Dinge. Die zweifache Weltmeisterin holte sich den Titel erneut. Hoffnung auf den Titel machte sich auch die Solothurnerin Chantal Abgottspon, die Sabine Eichenberger vor zwei Wochen in Italien noch geschlagen hatte; sie musste sich aber mit dem dritten Rang zufrieden geben und wurde noch von ihre Klubkollegin Melanie Mathys bezwungen.

Die Renn-Vorbereitungen waren für die Solothurner allerdings nicht optimal. Die Solothurner nutzten das lange Wochenende für ein intensives Training auf der Engelbergeraa um sich optimal auf die Schweizermeisterschaften vorbereiten zu können, das Wetter machte ihnen dies allerdings schwer. Durch die intensiven Regenfälle vom Freitag stieg der Pegel der Engelbergeraa konstant bis fast zur Hochwassermarke und das OK machte sich bereits Gedanken über eine Absage, auf den Renntag hin fiel aber der Wasserstand wieder und ermöglichte ein reguläres Rennen.

An Spannung kaum mehr zu übertreffen war das Mannschaftsrennen. Das Solothurner Team bestehend aus Nico Meier, Melanie Mathys und Chantal Abgottspon war gemäss den Resultaten aus dem Einzelrennen eher als Aussenseiter einzuschätzen. Obwohl sie als Titelverteidiger an den Start gingen, galten die Teams aus Nidwalden und Brugg, aufgrund der besseren Zeiten im Einzelrennen als klare Favoriten. Dank einer optimalen Teamleistung und einer sehr kompakten Fahrweise, konnten die beiden Damen von der Heckwelle des Tempomachers Nico Meier profitieren. Im Ziel reichte ein hauchdünner Vorsprung von sechzehn Hundertstelsekunden den Solothurnern zur Titelverteidigung. Nach einer Renndauer von ungefähr 20 Minuten entspricht dies etwa fünfzig Zentimetern.  

 

 Chantal und Meli

 

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