Kanu-WM in Sondrio (ITA) 11. – 14. Juni

 Resultate 1. Tag

Sabine Eichenberger mit Silbermedaille

Beim Auftakt der Kanu-WM im italienischen Sondrio gab es für die Schweiz die erste Medaille. Die zweifache Weltmeisterin im Kajak, Sabine Eichenberger (Brugg) holte über die klassische Distanz im Einerkanadier die Silbermedaille und musste sich nur der Französin Hecquet geschlagen geben. Nach der Bronzemedaille an der Sprint-WM im letzten Jahr ist dies für die Bruggerin bereits die zweite WM-Medaille in dieser Disziplin.
Bei den Damen im Kajak verpasste die Luzernerin Deborah Fogel das Podest knapp und musste sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden gaben. Auch Sabine Eichenberger, die bereits am Morgen im Kajak an den Start ging, konnte sich noch auf dem neunten Rang klassieren.
Keinen Exploit konnten die Schweizer Herren verzeichnen. Der Berner Jonas Tschirrren war mit Rang 28 der bestklassierte Schweizer. Nico Meier, gesundheitlich etwas angeschlagen erreichte den 32. Rang

Resultate 2. Tag

Pressemitteilung Kanu: Teamrennen klassische Distanz

Beim Teamrennen über die klassische Distanz zeigte das Schweizer Herrenteam eine gute Leistung und klassierte sich auf dem fünften Rang. Nach den eher entäuschenden Resultaten im Einzelrennen, harmonierte das Schweizer Team mit Scheuber, Wyss und Tschirren gut zusammen und erreichten das beste Schweizer Teamresultat an einer Weltmeisterschaft seit langer Zeit.

Auch bei den Damen hätte es Grund zum feiern gegeben. Das Schweizer Damenteam mit Eichenberger, Abgottspon und Fogel schaffte den Sprung aufs Podest und wurde Dritte. Allerdings kam bei den Frauen keine Freude an der Bronzemedaille auf. Viele Nationen haben wegen der sehr schwierigen Wildwasserstrecke im Valtellina kein komplettes Team an die WM mitgenommen und daher waren zuwenig Damenteams am Start für eine WM-Medaillenvergabe

 

Resultate 3. Tag

 Enttäuschung für die beiden Solothurner

Bei den Qualifikationsläufen für den Sprintfinal der Weltmeisterschaften im italienischen Valtellina schaffte nur die Silbermedaillengewinnerin vom Mittwoch, Sabine Eichenberger die Finalqualifikation. Sie konnte sich sogar sowohl im Kajak, als auch im Einerkanadier für die Finalrennen vom Samstag qualifizieren. Durch die Hitzeperiode der letzten Woche stieg der Wasserpegel der Adda aufs mehrfache und die grosse Wasserwucht bereitet vielen Wettkämpfern grosse Schwierigkeiten und viele der Favoriten blieben auf der Strecke, so auch der deutsche Weltmeister des klassischen Rennens, Tobias Bong. Die routinierte und erfahrene Bruggerin Sabine Eichenberger konnte sich im heutigen Rennen mit einem sicheren und fast fehlerfreien Lauf hinter der Tschechin Mruzkova auf dem zweiten Rang platzieren und hat sich damit eine gute Ausgangslage fürs morgige Finalrennen geschaffen.
Trotz einem guten Wettkampf ohne grosse Fehler reichte es dem Berner Jonas Tschirren knapp nicht für den Final der besten Fünfzehn. Auch die weiteren Schweizer wurden ein Opfer der Wassermassen und konnten ihre Läufe nicht fehlerfrei ins Ziel bringen.

Die beiden Solothurner, Chantal Abgottspon und Nico Meier sind mit ihren bisherigen Resultaten an der Kanu-WM gar nicht zufrieden. Mindestens ein Top-Ten Platz und die Finalqualifikation im Sprint waren das klare Ziel von Chantal Abgottspon.  Erreicht hat sie keines von Beidem, allerdings waren die Umstände nicht auf Seiten der Schweizer. Konnten sie in den drei Trainingslagern noch bei optimalem Wasserstand auf der WM-Strecke trainieren, stieg der Pegel der Adda nach der Hitzeperiode übers Wochenende genau auf Beginn der Weltmeisterschaften auf ein so hohes Niveau, dass sich das OK aus Sicherheitsgründen gezwungen sah, dass klassische Rennen auf eine sehr einfache Strecke zu verlegen und zu kürzen. Dies kam dem Schweizer Team gar nicht entgegen und auch Chantal Abgottspon hätte lieber ein längeres Rennen auf der schwierigen Originalstrecke gehabt. Die Sprintqualifikation fand dann wieder auf der Originalstrecke statt, aber die grosse Wasserwucht verzieh keinen noch so kleinen Fahrfehler und auch Chantal Abgottspon brachte keinen der beiden Läufe ohne mehrere Fehler ins Ziel und war danach über ihr Resultat auch klar enttäuscht.
Auch für Nico Meier lief seine erste Weltmeisterschaft nicht wie gewünscht. Bereits bei der Anreise an den WM-Ort war der junge Solothurner leicht krank konnte daher beim klassischen Rennen am Mittwoch nicht die volle Leistungsfähigkeit erreichen. Bei der Sprintqualifikation fehlten Nico Meier die notwendige Routine und Wildwassererfahrung um auf einer derart schwierigen und wuchtigen Strecke schnell und sicher fahren zu können und er zitterte seine beiden Läufe ins Ziel.
 

Letzter Tag

Beim abschliessenden Teamsprint auf der hochwasserführenden Adda im Veltlin kam der Solothurner Nico Meier doch noch zu einem Einsatz im Schweizer Team. Als viertklassierter Schweizer im Einzelrennen vom Freitag hatte Nico Meier nicht mehr mit einem Teameinsatz gerechnet. Als sich aber sein Teamkollege Silvan Wyss über Nacht eine starke Magenverstimmung einfing, musste er als drittes Teammitglied einspringen. Zusammen mit Jonas Tschirren und Martin Scheuber gelangen dem Schweizer Team zwei gute Läufe und mit dem sechsten Schlussrang konnten sie zufrieden sein. Vor allem Nico Meier machte im Teamrennen einen wesentlich sichereren Eindruck als im Einzelrennen vom Freitag wo er eine Welle um die andere erwischte und mehrmals quergestellt wurde. Das Rennen bei den Herren wurde vom slowenischen Team gewonnen.
Die Damen mit der Solothurnerin Chantal Abgottspon, Sabine Eichenberger und Deborah Fogel konnten nicht mehr an die gute Team-Leistung im klassischen Rennen anknüpfen. Sie verloren auf dem schwierigen Sprintparcours zuviel Zeit und wurden Fünfte.
 

Chantal
 

 

Nico
 


 

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