Int. Saisonauftakt in Fulda (D)
Reto Schläppi

Beim Saisonauftakt im hessischen Fulda kam es zum ersten internationalen Kräftemessen in dieser Saison. Bedingt durch den milden Winter fehlte auch in Fulda das Schneereservoir und da auch die Niederschläge ausblieben, konnte nicht auf der Originalstrecke gefahren werden. Das OK entschied sich, die Rennen auf die unspektakuläre Ersatzstrecke zu verlegen. Das Schweizer Damenteam konnte sich aber auch auf dem einfachen Streckenabschnitt sehr gut in Szene setzen, gelang ihnen im Sprintrennen am Samstag doch gleich ein dreifacher Triumpf. Die zweifache Weltmeisterin Sabine Eichenberger ist offenbar bereits gut in Form und konnte sich ganz knapp gegen die Solothurnerin Chantal Abgottspon und ihre Luzerner Teamkolleginnen Deborah Fogel durchsetzen. Nur gerade siebzehn Hundertstelsekunden fehlten Chantal zum Sieg. Den deutschen Favoritinnen blieben nur die Ehrenplätze. Beim klassischen Rennen über die lange Distanz  musste Chantal Abgottspon den Platz auf dem Podest räumen. Die Deutsche Susanne Gihr konnte sich mit knappem Vorsprung gegen Chantal durchsetzen und verdrängte sie auf den vierten Platz. Allerdings waren die Rückstände bei den Damen minimal; nur gerade fünf Sekunden trennten nach zehn Minuten Fahrzeit die Siegerin Sabine Eichenberger von der Fünftplatzierten. Chantal Abgottspon war mit ihrem Saisonauftakt jedoch sehr zufrieden:“ Es ist das erste Mal, dass ich bereits zu Beginn der Saison sowohl im Sprint, als auch im klassischen Rennen mit der absoluten Spitze mitfahren kann und der Rückstand zu Sabine sehr gering ist. Der vierte Rang im klassischen Rennen kann ich gut verkraften; da die Strecke sehr anspruchslos war, wird das sicher beim nächsten Rennen ändern, wenn auch die fahrerischen Qualitäten mehr gefordert werden.“

Chantal
 

Zufrieden mit seinen Rennen war auch der Solothurner Nico Meier. Der Sportklassenschüler der Kantonsschule musste altersbedingt in die Elitekategorie wechseln und wusste nicht genau, ob der den Anschluss schnell finden kann. Obwohl Nico erwartungsgemäss noch nicht mit der internationalen Spitze mithalten konnte, konnte er sich bereits im Schweizer Team durchsetzen und war als Dreizehnter bestklassierter Schweizer. Die Junioren-Nationaltrainerin Kristin Amstutz war nach den Rennen mit Nico sehr zufrieden: „ Ich denke, der Einstand von Nico bei den Elite-Herren ist gelungen, hat er sich doch gegen die starken Konkurrenten aus Deutschland, Holland und Belgien gut behaupten können. Sein Formaufbau stimmt und wenn Nico so weiterfährt, wird er den Rückstand kontinuierlich abbauen.“

Nico
 

Zu seinem ersten internationalen Wettkampf kam der Solothurner Youngster Robin Häfeli. Der erst dreizehnjährige Robin war im letzten Herbst eigentlich noch zu jung für eine Aufnahme ins Nachwuchskader, seine sehr guten Leistungen der vergangenen Saison überzeugten aber die Verantwortlichen und die Nachwuchstrainer wollten ihm die Chance geben, sich unter professioneller Betreuung zu entwickeln.  Der Schüler der Talentförderklasse zeigte sich in Fulda von seiner besten Seite und konnte sich im Sprintbewerb gleich beim ersten Einsatz auf dem fünften Rang klassieren.
 

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