Int. Meisterschaften auf der Muota

Melanie Mathys  wird neue Schweizermeisterin im Sprint

Reto Schläppi

Bei den gemeinsamen Meisterschaften der Deutschen und Schweizer Wildwasserkanuten auf einer der schwierigsten Wildwasserstrecken der Schweiz im Muotathal sorgte die Bruggerin Sabine Eichenberger im klassischen Rennen über die lange Distanz mit einem klaren Tagessieg für das beste Schweizer Resultat des Wochenendes. Sie distanzierte die Deutsche Manuela Stöberl, die vor Wochenfrist in Slowenien Europameisterin über diese Distanz wurde, um mehr als sieben Sekunden. Damit konnte sie sich an den Schweizermeisterschaften für den undankbaren vierten EM-Platz revanchieren.

Bei den Sprintrennen vom Samstag gab es mit der Solothurnerin Melanie Mathys eine neue Schweizermeisterin Sprint. Sie wurde auch in der internationalen Gesamtwertung nur von der Deutschen Sabine Füsser geschlagen und konnte damit ihren fünften Rang im EM-Sprint bestätigen. Ihre Klubkollegin Chantal Abgottspon holte sich den Vize-Schweizermeistertitel.

Ein Novum gab es bei den Herren. Der Berner Jonas Tschirren und der Nidwaldner Silvan Wyss wurden mit der gleichen Zeit gestoppt und teilten sich das Siegerpodest der Schweizermeisterschaft.

Melanie bei der Siegerehrung

Trotz den zwei Vize-Schweizermeistertiteln war der Solothurner Juniorenfahrer Nico Meier mit seinen Leistungen auf der Muota gar nicht zufrieden. Er dominierte die Rennen dieser Saison bisher und war jeweils klar vor seinen Nationalmannschaftskollegen klassiert und machte sich berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn. Ausgerechnet an den Schweizermeisterschaften musste er sich dann geschlagen geben und belegte sowohl im Sprint, als auch über die lange Distanz den zweiten Rang.  Die Junioren-Nationaltrainerin Kristin Amstutz erklärte sich die Niederlage mit dem Heimvorteil der beiden siegreichen Nidwaldner. So hatten Nico Meiers direkte Konkurrenten auf den Meistertitel wesentlich mehr Trainingsfahrten auf der sehr anspruchsvollen Wildwasserstrecke und konnten diesen Vorteil im Rennen perfekt umsetzen. Die bisherigen Wettkämpfe dieser Saison waren eher einfache Strecken auf denen Nico Meier seine bessere Kondition nutzen konnte.

Für die Überraschung des Tages sorgte aber die erst sechzehnjährige Nidwaldnerin Selina Zimmermann. Bereits beim Sprintrennen wurde sie im zweiten Lauf im Ziel mit einer sensationellen Zeit gestoppt. Sie gewann damit die int. Juniorinnenwertung mit grossem Vorsprung und hätte sich auch in der Damenkategorie auf dem Siegerpodest klassiert.  Im klassischen Rennen konnte sie aber noch zulegen und verlor nur gerade 1 Sek auf die amtierende Elite-Europameisterin.

 

Solothurn 2 mit Kristin, Julius  und Pascal.

Nico in seinem Element

Solothurn 1 mit Meli, Chantal und Nico.

Klassement

Sprintrennen:

 

Kajak Damen: 1. Sabine Füsser (D) 1:09,74; 2. Melanie Mathy (SUI) 1:11,76; 5. Chantal Abgottspon (SUI) 1:12,67 ; 8. Sabine Eichenberger (SUI) 1:14,33

 Kajak Herren: 1. Sören Falkenhain (D) 1:04,14; 11. Silvan Wyss (SUI) 1:07,04, 11. Jonas Tschirren (SUI) 1:07,04; 18. Martin Scheuber (SUI) 1:08,23e

 Kajak Junioren: 1. Joshua Piakowski (D) 1:05,79; 5, Urs Zimmermann (SUI) 1:08,19; 8. Nico Meier (SUI) 1:09,44; 12. alistair Smorthit (SUI) 1:10,79

 Kajak Juniorinnen: 1. Selina Zimmermann (SUI) 1:11,79, 2. Meghan Jaedicke (D) 1:13,30

 

Klassisches Rennen

 

Herren: 1. Tobias Bong (D) 17:06,78; 8. Martin Scheiber (SUI) 17:49,97; 12.  Silvan Wyss (SUI) 18:03,74; 20. Jonas Tschirren (SUI) 18:42,77

Damen: 1. Sabine Eichenberger (SUI) 18:43,01; 2. Manuela Stöberl (D) 18:50,66; 3. Deborah Vogel  (D) 18:52,56; 5. Melanie Mathys (SUI) 19:07,52; 8. Chantal Abgottspon (SUI) 19:13,32

Kajak Junioren: 1. Marcel Paufler (D) 18:02,54; 3. Alistair Smorthit (SUI) 18:18,67; 12. Nico Meier (SUI) 18:49,87; 14. Urs Zimmermann (SUI) 18:53,52

Kajak Juniorinnen Selina Zimmermann (SUI) 18:51,82; Jill-Sophie Eckert (D) 19:48,56