Europameisterschaften Kanu in Bovec (Slowenien)

Silbermedaille im Team Sprint

Reto Schläppi

An den Kanu-Europameisterschaften auf der Soca in Slowenien erkämpfte sich das Schweizer Damenteam mit Sabine Eichenberger, Melanie Mathys und Chantal Abgottspon zum Abschluss der Europameisterschaften die Silbermedaille im Team-Sprint und verpassten den EM-Titel nur um 34 Hundertstel. Aufgrund des Hochwassers vom Samstag musste das ganze Sprintprogramm mit Einzel- und Teambewerbe auf den Sonntag verlegt und gekürzt werden. So wurden die Einzel-Qualifikationsläufe und auch der Team-Wettkampf nur mit einem, statt der üblichen zwei Wertungsläufe ausgetragen. Auch wusste das Team erst kurz vor dem Rennen, ob der Sprint auf der trainierten Strecke oder einer Ersatzstrecke ausgetragen wird, da das OK kurzfristig je nach Wasserstand entschied. Das Schweizer Damenteam ging aber trotz allen Schwierigkeiten gut vorbereitet an den Sprintbewerb und konnte sowohl im Einzelrennen mit einer tollen Bilanz aufwarten, als dann beim Teamrennen souverän die Silbermedaille erkämpfen.

                                    Ein gewohntes Bild. Wir gratulieren recht herzlich.

Die Europameisterschaften begannen am Freitag für das Schweizer Team nicht nach Wunsch. Die mehrfache Europameisterin Sabine Eichenberger verpasste im klassischen Rennen über die lange Distanz ganz knapp das Podest und im Teamrennen verlor das Schweizer Damenteam durch einen Fahrfehler mit anschliessender Eskimorolle viel Zeit und Schwung, den sie auf der sehr schwierigen Wildwasserstrecke nicht mehr aufholen konnten. Die erwartete Team- oder Einzelmedaille blieb somit am Freitag noch aus.

Einen Top-Einstand bei der Elite hatte die junge Solothurnerin Melanie Mathys. Mit dem sechsten Rang über die klassische Distanz, dem fünften Rang beim Sprintrennen und der Sprint-Silbermedaille im Teamsprint zeigte sie klar, dass sie den Anschluss an die int. Spitze geschafft hat und in Zukunft ganz nach vorne fahren will. Melanie Mathys „ Natürlich bin ich mit meinen Resultaten zufrieden, obwohl ich vor allem im Sprint auf einen Podestplatz gehofft hatte. Der dritte Rang im Qualifikationslauf gab mir Hoffnung. Allerdings war das Training und auch die vielen Rennen auf der schwierigen und wuchtigen Wildwasserstrecke sehr kräfteraubend und im Sprintfinale hatte ich wahrscheinlich einfach nicht mehr genügend Power für ganz nach vorne. Für den Teamsprint konnte ich aber alle Kräfte noch einmal mobilisieren“

Melis Team- und Klubkollegin, Chantal Abgottspon zeigte sich mit dem Vize-EM-Titel sehr zufrieden. Ihr war es auf der klassischen Strecke über die lange Distanz gar nicht nach Wunsch gelaufen und so versuchte sie sich nach den Enttäuschungen vom Freitag ganz auf den Sprint zu konzentrieren. Dies gelang ihr in der Qualifikation sehr gut, im Final verlor sie dann wie auch Meli noch einige Plätze. Im Teamsprint harmonierten die drei Damen dann aber sehr gut und auch die Teamtaktik ging wie geplant auf. Da die Sprintstrecke relativ kurz ist, das Team sehr kompakt zusammen fahren muss und die Zeit der letzten Fahrerin für die Gesamtzeit zählt, sind taktische Absprachen von entscheidender Bedeutung. Dies wurde beim Training vorher ausgetestet und x-fach eingeübt. Umgesetzt wurde sie von den drei Damen dann nahezu perfekt und nur wenig fehlte für den Spring ganz nach oben aufs Podest.

 

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                                                 Das Drücken der Daumen hat genützt!

 

Kanu: Keine Einzelmedaille für das Schweizer Team

An den Kanu-Europameisterschaften auf der Soca in Slowenien blieb das Schweizer Team ohne die erwartete Einzelmedaille. Nach dem Sabine Eichenberger im klassischen Rennen am Freitag mit dem vierten Rang das Podest nur ganz knapp verpasste, gelang dem Schweizer Damen im Finale des Sprintrennens mit drei Top-Ten Klassierungen zwar eine tolle Teamleistung, die erhoffte Medaille konnten sie aber nicht erreichen. Mit dem fünften Schlussrang erreichte die Solothurnerin Melanie Mathys das beste Resultat.
Aufgrund des Hochwassers auf der Strecke wurde der Wettkampf vom Samstag auf den Sonntag verlegt und die Qualifikation nur mit einem Lauf durchgeführt.

Resultate

1 MALATERRE SIXTINE FRA 1:13.00
2 LE CORVAISIER CHARLENE FRA 1:13.45
3 HOSTENS MANON FRA 1:14.75
5 MATHYS MELANIE SUI 1:15.16
9 EICHENBERGER SABINE SUI 1:16.23
10 ABGOTTSPON CHANTAL SUI 1:17.13

Kajak Männer (keine Schweizer im Finale)
In den Vorläufen ausgeschieden: 23. Jonas Tschirren; 29. Martin Scheuber; 30. Silvan Wyss