Junioren-Weltmeisterschaften Kanu in Lofer (AUT)

 Zwei Medaillen für das Schweizer Team zum Auftakt

Reto Schläppi

Selina Zimmermann ist Junioren-Weltmeisterin und Alistair Smorthit holt die Bronzemedaille

Einen Auftakt nach Mass gab es für das Schweizer Team an den Junioren-Weltmeisterschaften in Lofer (AUT). Die Nidwaldnerin Selina Zimmermann holte sich souverän die Goldmedaille im klassischen Rennen und sorgte so dafür, dass nach Melanie Mathys auch die neue Junioren-Weltmeisterin wieder aus der Schweiz kommt. Für eine riesige Überraschung sorgte ihr Klubkollege Alistair Smorthit. Er wuchs im klassischen Rennen über sich hinaus und holte die erste Junioren-Einzelmedaille bei den Männern für die Schweiz. Auch der Solothurner Nico Meier sorgte mit seiner Top-Ten-Klassierung für ein weiteres Highlight.

Eine Medaille hatte die Solothurner Junioren-Nationaltrainerin in der Planung und sie erwartete, dass Selina Zimmermann nach den guten Resultaten bei den internationalen Selektionsrennen aufs Podest fahren würde. „ Selina fuhr aber optimal und konnte mit dem Druck hervorragend umgehen. Dank Melanis Sieg an der letzten WM vor zwei Jahren konnte Selina als Letzte starten und wurde von der Betreuercrew  auf der Strecke optimal über ihren aktuellen Rang und Vorsprung informiert.“ sagte die freudenstrahlende Junioren-Nationaltrainerin Kristin Amstutz. Allerdings musste mit den Jubelschreien für Selina im Ziel noch zugewartet werden. Eine der Favoritinnen, die Italienerin Christina Favaretto, wurde ein Opfer eines Funktionärs. Die Stange, mit der die Startenden festgehalten werden, konnte bei der Italienerin nicht gelöst werden und sie fuhr mit diesem bremsenden Anhängsel auf die Strecke. Erst nach einiger Zeit wurde sie gestoppt und bekam eine zweite Startgelegenheit nach den Männern. Erst als auch sie im Ziel und der Sieg von Selina klar war, begann das grosse Jubeln. Vielleicht hat es Selina auch geholfen, dass die amtierende Junioren-Weltmeisterin Melanie Mathys Selina  während des Rennens entlang der Strecke anfeuerte und unterstütze.

Mit dem Exploit von Alistair Smorthit hatte hingegen niemand gerechnet. Angestrebt war ein Platz unter den ersten Zehn. Alistair Smorthit machte aber die Planung zur Makulatur und holte sich mit einem unwiderstehlichen Rennen den Platz auf dem Podest und sorgte bei der Schweizer Crew und den zahlreichen Fans für weitere Freundesstürme. Im Sog seines erfolgreichen Teamkollegen gelang es auch dem Solothurner Nico Meier gleich beim ersten Rennen sein maximales Ziel zu erreichen. Mit der Klassierung auf dem zehnten Rang war er mehr als zufrieden und sieht jetzt den weiteren Rennen deutlich gelassener entgegen. Im Teamrennen vom Donnerstag könnte für das Schweizer Team eine Überraschung möglich sein. Der drittklassierte Schweizer, Urs Zimmermann, liegt nämlich nur einige Sekunden hinter Nico Meier auf dem 14. Rang und damit hat das Schweizer Team beim Teamrennen Chancen auf eine Medaille.

 

 

Programm:

Donnerstag:    10.30 – 14 Uhr            Teamrennen klassisch

Freitag:           10.30 – 15 Uhr            Teamrennen Sprint

Samstag:         10 -15 Uhr                  Sprint Qualifikationsrennen

                        16 – 17 Uhr                 Sprint Final

               Nico auf dem Saalbach in Lofer