Sonja Baumgartner und Gelindo Chiarello heissen die neuen Aaremeister

von Carla Stampfli az Solothurner Zeitung

 

Slalom-Spezialistin Sonja Baumgartner vom organisierenden Kanu Club Grenchen paddelt an der 42. Aaremeisterschaft als schnellste Frau durch die 18 Tore des Kanuslaloms. Lokalmatador Nico Meier durchquert in seiner Kategorie als Dritter das Ziel.

Ob kraftvoll oder technisch elegant, die 18 Tore des Kanuslaloms auf der Grenchner Aare wurden von den rund 120 Teilnehmern mit Freude durchfahren. Weil der eigentliche Rennsonntag auf den Bettag fällt, wurde die 42. Austragung auf einen Tag konzentriert. «Statt die Meisterschaft abzusagen, strichen wir den Teamwettkampf und verlängerten den Renntag bis in die Nacht hinein. Für die Jungen ist es ein Erlebnis, unter Scheinwerferlicht zu paddeln. Das Feedback ist positiv», erklärte OK-Präsident Yves Schindler

Zweiter Titel in Folge

Mit zwei fehlerfreien Läufen holte sich Sonja Baumgartner auf der 500 m langen Strecke bei der Archbrücke den Gesamtsieg bei den Frauen. Für die
25-Jährige des organisierenden Kanu Clubs Grenchen ist es der zweite Titel infolge. «Der Parcours war fliessend und ich konnte das Boot stets laufen lassen. Ich bin glücklich, dass es zum Sieg gereicht hat», sagte die alte und neue Aaremeisterin. Die Slalom-Spezialistin setzte sich mit 1,8 Sekunden vor Wienke Wüthrich von Baden-Wettingen und Christine Buser (Basilisk Paddler) ab.

Bei den Männern liess der 15-jährige Bieler Gelindo Chiarello seine Konkurrenz im Trockenen und wurde mit über zwei Sekunden Vorsprung Aaremeister. Die zweitschnellste Zeit des Tages erzielte der 17-jährige Abfahrt-Spezialist Alistair Smorthit. «Der Slalom war eine gute Abwechslung für mich. Zudem ist dieser Parcours mit 18 Toren ideal. Bei uns haben wir nur drei Stangen», erklärte der Buochser, der im Juli an der Junioren-WM mit dem Solothurner Nico Meier in der Abfahrt Team-Bronze holte.

Premiere mit dem Bruder

Lokalmatador Meier klassierte sich bei den Junioren auf dem dritten Rang. «Ich liess den zweiten Durchgang aus, weil ich etwas Fieber habe. Trotzdem hat es Spass gemacht», sagte der 17-jährige Athlet der Solothurner Kajakfahrer. Als Plausch paddelte der Sportklassenschüler mit seinem jüngeren Bruder Leano, der im Einer-Kajak in der Schülerkategorie den dritten Rang erzielte, auch im Canadier-Zweier die Aare hinunter: «Für uns war das eine Premiere und eine gute Erfahrung.»

    Nico und Leano

Den Tagessieg im C2 holten sich Adrian Sallaz und Thomas Meister vom KCG. Weil Sallaz aufgrund des WK nicht optimal trainieren konnte, verzichtete der 25-Jährige, der im Vorjahr hinter Mike Kurt Zweiter wurde, auf das Einzelrennen: «Aber es freut mich, dass es mit Thomas im Canadier-Zweier geklappt hat. Wir sind fast ein wenig überrascht. Es war das erste Mal, dass wir gemeinsam im Boot sassen.»

Häfeli mit klarem Sieg

Einen weiteren Sieg aus einheimischer Sicht sicherte sich das Nachwuchstalent der SKF, Robin Häfeli. Der Schüler der Talentklasse fuhr mit über drei Sekunden Vorsprung als Erster ins Ziel. Teamkollege Julius Oswald, der mit Häfeli und Simon Schlup an der Jugend-SM den Titel im Teamsprint holte, erreichte bei der Jugend den dritten Platz im Canadier-Einer.

Robin

 

Julius

 

Pascal