Auftakt zur Wintercupserie in Solothurn

 Kristin Amstutz

Wer beim Weihnachtseinkauf am kommenden Samstag über eine der Aarebrücken schlendert, muss sich nicht wundern, wenn auf dem Fluss beinahe eben so viel Betrieb herrscht wie in den Gassen der Altstadt. Am 1. Dezember 2012, um 15.00 Uhr startet nämlich die Schweizer Kanuszene zum ersten Wintercuprennen in Solothurn. Die Paddler fahren auf einem Rundkurs mit Start Höhe Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer hinunter Richtung Stadt bis zur Wende um den rechten Brückenpfeiler der Rötibrücke und dann wieder flussaufwärts zurück zur Badi. Diese Strecke gilt es zweimal zu bewältigen.

 

Dieses erste Rennen einer Serie von Testwettkämpfen über die Monate Dezember bis Anfang März gilt als spektakulärstes, da die Wettkämpfer nicht wie gewohnt im Minutenabstand gegen die Uhr starten, sondern alle miteinander im Massenstart wie bei einem Volkslauf. Nicht selten kommt es zu Kollisionen, die auch schon in einem Bad in der kalten Aare geführt haben - das Rettungsboot bringt aber solche „Opfer“ jeweils schnell zurück unter die warme Dusche.

Aus Solothurner Sicht wird für die Zuschauer vor allem das Rennen der Frauen interessant: die Lokalmatadorinnen Melanie Mathys, amtierende Junioren Welt- und Europameisterin und die Weltcupsiegerin des Jahres 2011, Chantal Abgottspon, möchten beide um den Tagessieg der Damen mitkämpfen.

Neben diesen arrivierten Fahrerinnen werden viele junge Solothurner Talente, die auch im Winter nicht davor zurückschrecken, bei teilweise unangenehmen Wetterbedingungen auf der Aare zu trainieren, ihre Fortschritte zeigen wollen.

Wertschätzung gegenüber dem traditionellen Anlass unterstreicht der Entscheid des Schweizerischen Kanuverbands, die Teilnahme an diesem Rennen für alle Kaderathleten nicht nur der Wildwasser-Abfahrt, sondern auch der Disziplinen Slalom und Regatta obligatorisch zu machen.